Cell Cycle Profiling
im Brustkrebs-Management
Brustkrebs gehört zu den am häufigsten auftretenden Krebserkrankungen bei Frauen. Die Gene BRCA1, BRCA2, PTEN, und ï½53 wurden als familiäre Risikofaktoren identifiziert und ein Risikotest auf diese Gene ist weitgehend etabliert. Im Gegensatz dazu sind klinisch anwendbare molekularbiologische Prognosefaktoren für nichtfamiliären Brustkrebs noch kaum akzeptiert. Eine Anwendung solcher molekularbiologischer Parameter ist jedoch von größtem Interesse, würden sie doch einen essentiellen Beitrag sowohl bei der Verbesserung der Lebensqualität als auch der Heilungschancen von Brustkrebspatienten liefern.
Aus der klinischen Forschung gibt es gewichtige Belege dafür, dass das Wachstumspotential eines Tumors eng mit seiner Malignität korreliert. Solche Belege wurden mit Hilfe ganz verschiedener Methodiken wie DNA-Analysen, Einbauraten von ³H-Thymidine/BrdU, dem mitotischen Index und Ki-67/PCNA Immunfärbung gefunden. Die Qualität und Handhabbarkeit dieser Methoden ist jedoch für den Einsatz in der klinischen Routine nicht ausreichend.
Unabhängig vom Lymphknotenstatus trägt die Anwendung von adjuvanten Therapien bei der Behandlung von Brustkrebs signifikant zu einer Verminderung von Rezidivrisiken und Todesfällen bei. Andererseits weiß man aber auch, dass fast 70% der Patienten ohne Metastasenbefall der Lymphknoten auch ohne eine adjuvante Therapie rezidivfrei überleben würden. Dies bedeutet, dass viele Patienten unnötigerweise einer adjuvanten Therapie mit all ihren Nebenwirkungen ausgesetzt werden. Um diese unnötigen aggressiven Behandlungen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, werden neue, leistungsfähigere prognostische Faktoren benötigt.

